Winter

Warum verlieren Bäume ihre Blätter?

Im Herbst verlieren viele unserer einheimischen Bäume und Pflanzen ihre Blätter. Damit bereiten sie sich auf unsere kalten Winter vor.

Im Laufe der Evolution haben sich die hiesigen Pflanzen optimal an die Bedingungen angepasst. In den gemäßigten Breiten von Mitteleuropa bedeutet das: vier Jahreszeiten, worunter warme Sommer und auch kalte Winter fallen.

Deswegen werfen die Bäume ihre Blätter ab

Über die Blätter verdunsten die Bäume viel Wasser. Und zum Großteil bestehen die Blätter natürlich auch aus Wasser. Doch eben das ist im Winter erstaunlicherweise Mangelware. Zwar kann durchaus Eis und Schnee auf der Erde liegen. Doch durch die gefrorenen Böden kann der Baum das zur Verfügung stehende Wasser nur äußerst schwer aufnehmen.

Um sich vor Austrocknung zu schützen haben Pflanzen verschiedene Methoden entwickelt. Nadelbäume haben nur eine sehr geringe Blattoberfläche und verdunsten so nur sehr wenig Wasser. Hingegen haben Laubbäume eine größere Blattfläche – an einem Baum kann so leicht eine Fläche von über 100 Quadratmetern zusammenkommen. Deswegen werfen die Laubbäume ihre Blätter ab und verhindern so, dass zu viel Wasser verdunstet.

Darum verlieren die Blätter ihre grüne Farbe

Als Vorbereitung auf den Winter ziehen die Bäume Nährstoffe aus den Blättern zurück in die Äste, Stämme und Wurzeln. Darunter zählen Zucker und Mineralstoffe. Doch warum färben sich die Blätter eigentlich? Das liegt daran, dass auch das Chlorophyll aus den Blättern gezogen wird, welches den  Pflanzen zur Photosynthese dient und ihnen die grüne Farbe gibt. Wenn dieser Farbstoff erstmal aus den Blättern gezogen wurde, dann kommen ganz andere Farben zum Vorschein: rot, gelb und orange. Und genau das bewundern wir während der goldenen Jahreszeit, dem Herbst.

Warum das Laub an Ort und Stelle bleiben sollte

Wer genervt davon ist, im Herbst Laub aufzusammeln – der sollte jetzt genauer hinhören: Mit dem Laub fallen viele Nährstoffe Richtung Boden. Der Baum düngt so sich und alle umliegenden Pflanzen. Die natürliche Mulchschicht hat außerdem auch einen wärmenden Faktor für empfindlichere Pflanzen, da der Boden besser vor Bodenfrost geschützt wird. Außerdem nisten sich Insekten und Tiere in die Schicht aus Blättern ein und finden so ein geeignetes Winterversteck.

Fazit:

Auch wenn im Winter für das menschliche Auge das Grün der Bäume und Sträucher fehlen mag – dieser Prozess ist absolut notwendig und schützt die Pflanzen vor Frost- und Winterschäden. Umso schöner und erstaunlicher ist es, wenn im Frühjahr die Pflanzen zu neuem Leben erwachen und Vorboten des kommenden Sommers sind.