7 Avocado Mythen – Was stimmt und was nicht

Viele Avocado Mythen ranken sich seit jeher um das Superfood. Ist alles berechtigt? In diesem Beitrag möchte ich mit dir Vergleiche ziehen und herausfinden, wie viel an den Mythen tatsächlich dran ist.

Mythos Nr. 1 – Avocados haben einen extrem hohen Wasserverbrauch und sind schlecht für die Umwelt

Für 1Kg Avocado werden ca. 1.500 Liter Wasser benötigt. Hört sich viel an oder? Zum Vergleich:. Für 1 Kg Rindfleisch werden 15.490 Liter Wasser benötigt und für die selbe Menge Kakao sogar 27.000 Liter Wasser.

Wie schneidet die Avocado beim CO2-Ausstoß ab? 1Kg aus Mexiko mit dem Schiff importierte Avocados verursachen 1.030 Gramm CO2. Zum Vergleich: Frischkäse aus der Schweiz kommt schon auf 3.240 Gramm CO2. Tomaten kommen zwar nur auf 550 Gramm, besitzen jedoch auch deutlich weniger Kalorien.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass immer wieder von Nichtregierungsorganisationen, wie Greenpeace bemängelt wird, dass für groß angelegte Monokulturen wertvolle Natur vernichtet wird. Früher wurden Avocados weitestgehend von kleinen Bauern angebaut. Heute dominieren große Konzerne.

Mythos Nr. 2 – Avocados bekommen wir immer aus Südamerika

Die meisten Avocados kommen tatsächlich aus Mexiko und damit Südamerika. Aber auch Spanien, Griechenland, Portugal, Israel und Afrika liefern viele Avocados nach Deutschland.

Übrigens: Beim CO2-Ausstoß können Avocados aus Mexiko solche aus Spanien und damit aus Europa sogar schlagen. Dies trifft zu, wenn die Avocados aus Mexiko per Schiff bei uns ankommen und die Avocados aus Spanien per Luftfracht. Leider ist die Art des Transportmittels für uns als Verbraucher schwierig nachzuvollziehen.

Mythos Nr. 3 – mit einer unreifen Avocado kann man nichts anfangen

Naja. Du kannst die Frucht auch in 10 Minuten „reifen lassen“. Dazu packst du sie in ein geschlossenes Gefäß oder in Alufolie und legst sie bei 200 Grad in den Backofen. Nach 10 Minuten sollte die Avocado weich geworden sein und kann weiterverarbeitet werden.

Wie das funktioniert? Durch die Hitze werden mehr Gase freigegeben, die für den Reifungsprozess verantwortlich sind. Durch das Gefäß oder die Folie können die Gase nicht entweichen und lassen die Avocado reifen. Der Geschmack ist aber etwas fade im Vergleich zu einer langsam gereiften Avocado.

Hier findest du eine Anleitung für 3 Reifungsmöglichkeiten im Test.

Mythos Nr. 4 – Avocado haben viel Fett und Kalorien

Zwar sind Avocados tatsächlich reich an ungesättigten Fettsäuren und können immerhin zwischen 200 und 250 Kalorien beinhalten. Durch die Enzyme in den ungesättigten Fettsäuren wird die Speicherung der Fette von der Avocado jedoch vermieden und der Fettabbau im Körper sogar angeregt.

Mythos Nr. 5 – Avocados erhöhen das Cholesterin-Level

Avocados sorgen für ein besseres Verhältnis von HDL- und LDL-Cholesterin. Der „böse“ LDL-Anteil wird gesengt und der „gute“ HDL-Anteil erhöht. Das schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Mythos Nr. 6 – den Avocadokern kann man nicht verwenden

Doch! Zum einen kannst du natürlich neue Avocadobäume daraus ziehen indem du sie im Wasser oder Erde tust. Aber auch in der Küche kannst du ihn noch verwenden. Der Kern enthält viele wertvolle Antioxidantien und Aminosäuren. Wenn du die Schale erst einmal entfernt hast, kann der kleingeraspelte Kern auf Salate oder in Müsli gestreut werden. In Scheiben geschnitten kann der Kern für Tees verwendet werden. Er soll beim Abnehmen helfen und sich positiv auf dein Wohlbefinden auswirken. Auch für die Haut kann der pulverisierte Avocadokern mit Wasser vermischt als Maske verwendet werden. Die Maske soll gegen Akne helfen. Mit Kokosöl vermischt kannst du es auch als Haarkur verwenden. Von einem Verzehr in Massen solltest du womöglich aber absehen. Bei den im Kern enthaltenen Giftstoffen konnten bisher zwar keine negative Folgen für den Menschen nachgewiesen werden, trotzdem ist Vorsicht die Mutter der Porzelankiste.

Mythos Nr. 7 – Avocados haben immer eine Ei-ähnliche Form

Ganz und gar nicht! Es gibt sogar Sorten bei denen der Fruchtkörper wie ein Flaschenkürbis aussieht!

Fazit:

In der in Deutschland früher auch Butterfrucht genannten Avocado steckt mehr drin, als manche vermuten. Viele Avocado Mythen stimmen schlicht nicht oder können aus einem anderen Blickwinkel betrachtet zum Nachdenken anregen.

Für welche Rezepte verwendest du Avocados? Ich freue mich mit dir in Kontakt zu kommen und Ideen auszutauschen. Schreib mir einfach hier oder an info@pflanzensuchti.de. 🙂

Und wenn du weitere Artikel lesen möchtest, dann geht es hier zurück zur Startseite.